Das Verhalten oberirdischer Gewässer wird aus quantitativer Sicht durch die Parameter Wasserstand und Abfluss beschrieben. Zur Messung bzw. Ermittlung dieser Größen wird als Basis in Rheinland-Pfalz ein Pegelnetz mit derzeit 148 Pegeln betrieben.
Diese Karte stellt ein landesweites Ergebnis der VOR-ORT-Kartierung nach einem umfangreichen Bewertungsverfahren zur Gewässerstruktur an allen wasserwirtschaftlich bedeutsamen Gewässern. Die Gewässerstrukturgütekarte dokumentiert die Defizite und die Fortschritte bei der Wiederherstellung funktionsfähiger Gewässer.
Die Gewässertypenkarte und die 96 kartierten Referenzgewässerstrecken mit Steckbriefen sind ein bundesweiter Maßstab für die Gewässerstrukturgütekartierung und im Gewässertypenatlas zusammengefasst.
Das Gewässernetz Rheinland-Pfalz repräsentiert eine digitale Abbildung der wasserwirtschaftlich relevanten Fließgewässer in Rheinland-Pfalz. Berücksichtigt werden hierbei insbesondere ständig wasserführende Gewässer, die in der Regel eine Länge größer 500 m aufweisen bzw. die zur Herstellung eines räumlichen Bezugs von Fachobjekten der Wasserwirtschaft benötigt werden. Aktuell sind über 17.763 Fließgewässer erfasst.
Dieser Leitfaden Gewässerentwicklung ist für die gewässerunterhaltungspflichtigen Kreise, Städte und Verbandsgemeinden konzipiert. Er zeigt den Weg auf, wie bei der Gewässerentwicklung so vorzugehen ist, dass umsetzbare Pläne aufgestellt und am Ende Erfolge an den Flüssen und Bächen sichtbar werden.
Diese Broschüre zeigt die Ergebnisse der Strukturgütekartierung von 1996 - 2000 (über 10.000 Gewässerkilometer). Weiter werden erste Auswertungen der Gewässerstruktur aufgezeigt und Handlungsmöglichkeiten zur Gewässerentwicklung vorgestellt.
Morphologische, hydrologische, chemische und physikalische Faktoren bestimmen die Zusammensetzung der Gewässerbiozönosen. Um diese Unterschiede bei der Bewertung des ökologischen Zustandes der Fließgewässer nach Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigen zu können, werden die Gewässer gruppiert - also Gewässertypen zugeordnet. Folgende Hauptkriterien, die für die Ausprägung der aquatischen Biozönosen entscheidend sind, wurden bundesweit nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie festgelegt: · Gewässergröße (Bach, Fluss, Strom) · Geologie (silikatisch/karbonatisch) · Substrat (Fein-/Grobmaterial) · Höhenlage (Alpen/ Mittelgebirge/Flachland)
Für Rheinland-Pfalz ergeben sich daher neun biozönotische Gewässertypen.
Die Gewässergütekarte dokumentiert die Verringerung der organischen Belastungen der Gewässer, die durch überwiegend kommunale und industrielle Abwassereinleitungen mit leicht abbaubaren industriellen Substanzen zustande kommen.